Buchempfehlungen Autismus

von Heike Dannenberg

Dr. Peter Schmidt: Ein Kaktus zum Valentinstag – Ein Autist und die Liebe

Patmos Verlag 2012

 

In seinem ersten Buch - Ein Kaktus zum Valentinstag - schreibt Dr. Peter Schmidt über seine ersten Kontakte als junger Mann zum anderen Geschlecht und wie sein Wunsch nach Partnerin und Familie erfüllt wurde. Der Leser erfährt viel über die Denk- und Vorgehensweise des jungen Asperger-Autisten, der damals noch nichts von seinem Asperger-Syndrom wusste. Dr. Peter Schmidt schreibt jedoch nicht nur von Kennenlernen, Hochzeit und Geburt seiner beiden Kinder, auch Erlebnisse aus seiner beruflichen Laufbahn und seinen vielen Reisen kommen nicht zu kurz.

Ein interessantes Buch für alle, die Menschen mit Asperger-Syndrom verstehen wollen und/oder sich vielleicht selbst fragen, ob sie selbst oder der Partner/die Partnerin betroffen sein könnte.

©Heike Dannenberg

 

 

Dr. Peter Schmidt: Der Junge vom Saturn – Wie ein autistisches Kind die Welt sieht

Patmos Verlag 2013

 

In seinem zweiten Buch - Der Junge vom Saturn - beschreibt Dr. Peter Schmidt, der erst im Alter von 41 Jahren die Diagnose Asperger-Syndrom bekam, wie er seine Kindheit und Jugend erlebt hat. Mit seinem äußerst lebhaften und wortkreativen Schreibstil nimmt er die Leser mit in eine Welt, die ihnen die Denkweise und das Erleben eines Kindes mit Asperger-Syndrom näher bringt und zum Verständnis beiträgt.

Ein lesenswertes Buch für alle, die Kinder mit Asperger-Syndrom verstehen wollen oder sich vielleicht selbst fragen, ob sie Betroffene sind.

©Heike Dannenberg

 

 

Dr. Peter Schmidt: Kein Anschluss unter diesem Kollegen – Ein Autist im Job

Patmos Verlag 2014

 

Sein drittes Buch - Kein Anschluss unter diesem Kollegen – vervollständigt die Trilogie von Dr. Peter Schmidt über seine Erfahrungen als Asperger-Autist, hier in Studium und Beruf. Mit den für ihn oft unverständlichen Situationen und Problemen, die sich daraus ergeben, findet er teilweise äußerst interessante Lösungen. In seinem sprachlich kreativen Schreibstil zeigt er dem Leser die Berufswelt aus der für neurotypische Menschen sehr interessanten Sicht eines Betroffenen.

Ein tolles Buch für alle, die Menschen mit Asperger-Syndrom verstehen wollen und ob sie selbst oder jemand im beruflichen Umfeld betroffen sein könnte.

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Dr. Peter Schmidt: Aus dem Rahmen gefallen – Praktische Autismuskunde von einem, der es wissen muss

Patmos Verlag 2020

 

In seinem ersten Fachbuch über Autismus - Aus dem Rahmen gefallen – Praktische Autismuskunde von einem, der es wissen muss – führt Dr. Peter Schmidt im ersten Teil als Betroffener in das Thema Autismus – speziell Asperger-Syndrom – ein. Dem Leser gelingt es dadurch, die Denk- und Handlungsweise von Menschen mit Asperger-Syndrom nachzuvollziehen und zu verstehen.

Es folgt eine ausführliche Darstellung, wie aus seiner Sicht  eine autistenfreundliche Schule und auch ein autistenfreundlicher Arbeitsplatz auszusehen hat. Auch das Thema Partnerschaft & Liebe kommt nicht zu kurz. Der Leser bekommt durch dieses Buch einen unverzichtbaren Einblick in die Denk- und Gefühlswelt Betroffener sowie in die Rahmenbedingungen, die zu einem guten gemeinsamen Arbeiten beitragen können.

Empfehlenswert für Betroffene, Angehörige und Fachleute gleichermaßen.

©Heike Dannenberg

 

 

Dr. Christine Preißmann: Überraschend anders – Mädchen und Frauen mit Asperger

Verlag Trias, 1. Auflage 2013

 

Dr. Christine Preißmann, Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapie und selbst Betroffene, zeigt mit diesem Fachbuch die Problematik von Mädchen und Frauen mit Asperger-Syndrom auf. Ihre fachliche Darstellung der Problematik in Kindheit, Jugend und als Erwachsener sowohl bei Partnerschaft & Familie als auch bei Arbeit & Beruf wird immer wieder ergänzt durch Berichte Betroffener. Dadurch wird zusätzlich sehr anschaulich dargestellt, vor welche Herausforderungen Betroffene und Angehörige gestellt werden.

Dieses Fachbuch gibt einen sehr guten Einblick in das Asperger-Syndrom und ist deshalb ein lesenswertes Buch für alle Betroffenen, Angehörige und Fachleute – nicht nur des weiblichen Geschlechts.

©Heike Dannenberg

 

 

Tony Atwood: Das Asperger-Syndrom

Verlag Trias, 4. Auflage 2016

 

Tony Atwood, klinischer Psychologe, geht in diesem Fachbuch intensiv auf die Merkmale des Asperger-Syndroms ein, ergänzt diese durch Tests und Checklisten. Der Leser erhält einen sehr guten Einblick in das Asperger-Syndrom bei Kindern und (therapeutische) Hilfestellungen. Geschrieben für Eltern und Therapeuten finden diese alle Kriterien intensiv erläutert und mit Beispielen versehen. Empfehlenswert deshalb vor allem für Eltern, die sich auf dem Weg der Diagnosestellung befinden und für Fachleute, die mit Asperger-Kindern arbeiten.

©Heike Dannenberg

 

 

Prof. Dr. Dr. Remschmidt: Autismus – Erscheinungsformen, Ursachen, Hilfen

Verlag C.H.Beck, 5. überarbeitete Auflage 2012

 

Prof. Dr. Dr. Remschmidt, deutscher Kinder- und Jugendpsychiater, erläutert in diesem Fachbuch die verschiedenen Formen des Autismus und andere (benachbarte) tiefgreifende Entwicklungsstörungen sowie die Abgrenzung dazu. Er erläutert nicht nur die charakteristischen Merkmale, sondern auch Häufigkeit und Ursachen sowie bewährte Behandlungsmethoden.

 

Geschrieben für Fachleute ist es auch hilfreich und interessant für alle, die sich intensiver mit der wissenschaftlichen Sicht des Autismus befassen wollen.

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von Margit Walg-Joyce

Rudy Simone: „Aspergirls – Die Welt der Frauen und Mädchen mit Asperger“.

Beltz Verlag, Weinheim, 6. Auflage 2019

 

Wer kann den Weg besser beschreiben als die, die ihn gehen? –

Die US-amerikanische Schriftstellerin und Asperger-Coache Rudy Simone schildert in ihrem Buch gemeinsam mit den interviewten Mädchen und Frauen ihre persönlichen Erfahrungen als weibliche Asperger u.a. in Kindheit, Schule, Karriere, Familie, Beziehung als auch im öffentlichen Leben und mit Ernährung und Gesundheit. Die Autorin gibt dabei einen Überblick über Symptome und Tipps für Eltern und Aspergirls.

 

Frauen und Mädchen mit Asperger erscheinen manchmal sonderbar, aber sie faszinieren durch spezielle Fähigkeiten, sind stark und attraktiv. „Aspergirls“ ist deshalb ein spannendes Buch für alle, die sich für die Lebenssituation weiblicher Asperger interessieren. 

© Margit Walg-Joyce

von Heike Dannenberg 

Lorenz WagnerDer Junge, der zu viel fühlte

EuropaVerlag, 2018

 

Journalist Lorenz Wagner begleitete über Monate die Familie von Henry Markram , einem der bekanntesten Hirnforscher der Welt, dessen Sohn Kai das Asperger-Syndrom hat. In seinem Buch – Der Junge, der zu viel fühlte – berichtet Lorenz Wagner über das Leben der Familie mit Kai und wie dieses die Forschung seines Vaters verändert hat der seinen Sohn verstehen wollte – so sehr, dass seine Forschungen zu wegweisenden Erkenntnissen bezüglich Autismus führten. In gut lesbarem Schreibstil erfährt der Leser nicht nur viel über das Leben und die Familie des Hirnforschers, sondern auch über Autismus und die Forschungen Henry Markrams. Leicht verständlich wird auch die Komplexität des Gehirnes deutlich, Funktionsweise und Veränderungen.

Ein lesenswertes Buch für alle, die sich nicht nur über Autismus informieren wollen sondern die auch die Funktionsweise des Gehirnes interessiert. 

©Heike Dannenberg 

 

Eva DanielsGeliebter Fremder – Wie Frauen ihren Asperger-Mann lieben und verstehen

Verlag Trias, 2015

 

Coach und Trainerin Eva Daniels lässt in ihrem Buch Geliebter Fremder Frauen von Asperger-Männern zu Wort kommen, die in angenehmer Offenheit über ihre sehr unterschiedlichen Erfahrungen berichten. Ihre fachlichen Ergänzungen runden die Berichte ab und geben einen interessanten Einblick in die Wahrnehmung von Menschen mit Asperger-Syndrom. Dabei gelingt es ihr gut, die doch sehr unterschiedlichen Begegnungen in verschiedenen Bereichen darzustellen und das Verständnis beider Seiten zu erreichen.

Ein lesenswertes Buch für alle, die mehr über das Asperger-Syndrom erfahren wollen – vor allem für erwachsene Betroffene und deren Partner. 

©Heike Dannenberg 

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