Im Berufsleben

Asperger-Autist*innen im Beruf

Asperger-Autist*innen verfügen oft über ausgezeichnete Fähigkeiten, die sie jedoch häufig nur unter bestimmten Rahmenbedingungen zeigen können. Gleichzeitig zeigen sie Verhaltensweisen, haben Angewohnheiten oder Interessen, die sie bei neurotypischen Menschen merkwürdig, manchmal skurril wirken lassen. 


Auch hier gilt jedoch: Jeder Mensch mit Autismus ist anders, nicht bei jedem zeigt sich alles in der gleichen Ausprägung oder Intensität. Manche Asperger-Autist*innen können eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren und den gelernten Beruf ausüben, andere wiederum haben Probleme und aufgrund von Folgeerkrankungen (Komorbiditäten) sind bei manchen alternative Möglichkeiten, wie eine Werkstatt für behinderte Menschen der passende Ort zur Teilhabe am Arbeitsleben.


Da in der Arbeitswelt sogenannte Soft Skills (soziale Kompetenzen) mittlerweile oft höher bewertet werden als fachliche Fähigkeiten, die der Berufstätige für einen speziellen Bereich mitbringt, werden Asperger-Autist*innen vor eine meist nicht zu bewältigende Herausforderung gestellt. Dazu kommen oft nicht passende Rahmenbedingungen (zunehmende Außenreize, Zeitdruck etc.), was wiederum zu Stress und folglich zu Schwierigkeiten im Miteinander führen kann. Diese – für neurotypische Menschen in der Regel nicht nachvollziehbar – verhindern aber, dass der Betroffene sein volles Potenzial entfalten kann und dazu teilweise für Außenstehende unverständliches Verhalten zeigt (Rückzug, Wutausbrüche etc.).
Weitere Missverständnisse sind vorprogrammiert.


Wir setzen uns dafür ein, dass Asperger-Autist*innen in der Berufswelt als Arbeitnehmer wahrgenommen werden die - unter den für sie passenden Rahmenbedingungen – mit ihren ganz speziellen Fähigkeiten oft hervorragende Leistungen bringen können und somit eine Bereicherung für die Arbeitswelt darstellen.

Kontakt

Heike.Dannenberg@lqfa.de

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.